Am Puls der Technik: Fluggerätmechaniker (m/w/d)

Der Traum vom Fliegen! Schon als Kinder verfolgen wir gebannt die Kondensstreifen, die die eisernen Vögel am Himmel hinterlassen, bekommen auch Erwachsene noch große Augen, wenn wir uns den riesigen, tonnenschweren Maschinen nähern, die wenig später abheben und uns binnen Stunden in den Urlaub an der Sonne bringen. Die Welt ist kleiner geworden über die vergangenen Jahrzehnte und das verdanken wir zu einem großen Teil der Luftfahrttechnik.

Fluggerätmechaniker wählen ihren Schwerpunkt während der Ausbildung selbst, spezialisieren sich auf Fertigungs-, Triebwerk- oder Instandhaltungstechnik. Sie arbeiten dabei für Bundeswehr oder Polizei, Luftfahrtunternehmen sowie die vielseitige Zulieferindustrie. Immer akribisch, denn die Sicherheit von Passagieren und Piloten liegt in ihrer Hand. Und immer am Puls der Zeit, der nach wie vor regelmäßig für Meilensteine in der Branche sorgt.

Was muss ein/e Fluggerätmechaniker/in können?

Im Alltag als Fluggerätmechaniker gilt es, immer die Ruhe und vor allem den Überblick zu bewahren, wenn der Bau oder die Wartung von Triebwerken oder großen und kleinen Flugkabinen Ihre volle Aufmerksamkeit fordert. Sie fürchten sich nicht vor Verantwortung und wissen wie wichtig konzentriertes Arbeiten ist. Ob bei der Wartung einer Boing 787, beim Bau eines neuen Triebwerktypen oder der Fertigung einer Helikopter-Maßanfertigung nach Kundenwunsch: so ziemlich in jedem Arbeitsschritt, den Ihre tägliche Arbeit für Sie bereit hält.

Ihre Aufgabenbereiche als Fluggerätmechaniker sind:

  • Wartung und Instandhaltung von Flugzeugen und Helikoptern
  • Bau von Kabinen, Triebwerken und weiteren Flugzeugteilen
  • Montage, Demontage und Einstellarbeiten
  • Fehlersuche sowie lang- und kurzfristige Reparaturen

Wichtig sind dabei vor allem Ihr Wissen in Physik und Aerodynamik, die für jeden Ihrer Handgriffe die Basis bilden. Dazu kommen Ihr technisches Verständnis sowie räumliches Denkvermögen, womit Sie auch die kompliziertesten Aufbaupläne mit wenigen Blicken durchschauen. Dabei präzise und gut im Team zu arbeiten, sind die wesentlichen Fähigkeiten, die Sie mitbringen, genau wie gute Englischkenntnisse, denn bei vielen Ihrer potenziellen Arbeitgeber ist Englisch Arbeitssprache.

Die Rolle im Betrieb

Die Tätigkeitsfelder von Fluggerätmechanikern unterscheiden sich ganz nach Einsatzgebiet und Fachrichtung (z.B. Flugzeugmechaniker, Triebwerkmechaniker). Beim Fachunternehmen für Triebwerkbau sind häufig Akribie und Geduld gefragt, bis jede Schraube perfekt sitzt, bei der Fertigung für Kabinenzulieferer oder auf zivilen und militärischen Flughäfen sind Sie den Großteil Ihres Tags auf den Beinen. Was überall gleichbleibend hoch ist, ist die Verantwortung, die Sie täglich tragen, denn Fluggäste und Piloten vertrauen in jedem ihrer Einsatzbereiche ganz auf die Expertise von Ihnen und Ihren Kollegen.

Egal ob bei der Fertigung, Wartung oder Reparatur, Sie sind auf einen geschulten Blick und eine ruhige Hand angewiesen, genau wie auf Ihr Wissen in Sachen Materialien und den Spaß am Erkennen von Details. Wenn Sie feststellen, dass eine Reparatur ansteht, sind Teamwork und schnelle Problemlösung wichtig.

Noch mehr als beim klassischen Kfz- oder Industriemechaniker ist Ihr Arbeitgeber auf Ihre ganz individuelle Spezialisierung und Expertise angewiesen, denn nur die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, macht die Arbeit an Fluggeräten aller Art sicher und zeitgemäß.

Der Arbeitsalltag

Auch in Sachen Alltag hängt beim Fluggerätmechaniker einiges von Fachrichtung, Einsatzgebiet und Arbeitgeber ab. In den meisten Fällen arbeiten Sie im Schichtdienst, denn auch wenn an den meisten Flughäfen Nachtflugverbot herrscht, wollen Maschinen auch nachts auf den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Auch bei Polizei und Bundeswehr ist Ihr Einsatz rund um die Uhr gefragt. Sie sind mit Ihrem Team stets dafür verantwortlich, dass Flugzeuge und Helikopter einsatzbereit sind bzw. pünktlich an die Kunden ausgeliefert werden – häufig, um Menschenleben zu retten oder Reisende sicher von A nach B zu bringen.

Und all das in einem technischen Bereich, der sich nach wie vor rasant weiterentwickelt. Aus der Ruhe bringen lassen, dürfen Sie sich deshalb dennoch nicht. In Ihrem Arbeitsalltag sind ein kühler Kopf, logisches Denken und Spaß am Detail Ihre wichtigsten Begleiter. Neben den Kollegen natürlich, auf die im Ernstfall immer Verlass ist. Was Sie für Ihren Einsatz zurückbekommen, ist ein Beruf, in dem das Wort Eintönigkeit ganz sicher nicht zum Alltag gehört.

Arbeitgeber, Weiterbildung und Auslandseinsätze

Als Fluggerätmechaniker arbeiten Sie je nach Ihrer Spezialisierung bei Zulieferbetrieben, wo Sie Experte für die Fertigung bestimmter Teile und Komponenten sind. Oder Sie sind spezialisiert auf die Instandhaltung von Flugzeugen, Triebwerken und Helikoptern, etwa bei großen und kleineren Luftfahrtunternehmen, Flughäfen oder auch im öffentlichen Dienst, etwa bei der Bundeswehr oder Polizei. Die Sicherheit von Piloten und Fluggästen liegt zu einem großen Teil auch in Ihrer Verantwortung, ob beim Bau eines komplett neuen Fluggeräts oder in der Entscheidung, ob eine soeben gewartete Maschine planmäßig abheben kann.

Weiterbildungsmöglichkeiten sind:

  • Typenschulung, die Sie zum Fliegen diverser Flugzeugtypen berechtigt
  • Schulung zur bzw. zum (Nach-)Prüfer/in für diverse Fluggerätetypen (EASA-Part-66)
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in mit Fachrichtung Luftfahrttechnik
  • Studium als Diplom-Ingenieur/in Luft- und Raumfahrttechnik

Die Abschlüsse als Meister oder Techniker qualifizieren Fluggerätmechaniker auch ohne Abitur zum Studium an einer (technischen) Hochschule oder Fachhochschule.

Sie wollen auch selbst abheben und die Welt sehen? Wer sich als Fluggerätmechaniker für Auslandseinsätze begeistert, hat dazu verschiedene Möglichkeiten. Englischkenntnisse, die selbst für die Arbeit in Deutschland unerlässlich sind, spielen dafür eine noch wichtigere Rolle.

Tipps für Ihre Bewerbung

In Ihrer Bewerbung zum Fluggerätmechaniker gehen ihre Kenntnisse und ihre Qualifikationen Hand in Hand mit Ihrer Begeisterung für den Beruf. Was hat Sie dazu gebracht, den Beruf des Fluggerätemechanikers zu zu ergreifen, was treibt Sie an und wo liegen Ihre Stärken und Schwerpunkte? Wer diese Fragen glaubwürdig für sich selbst beantworten kann, wird auch seinen neuen Arbeitgeber von sich überzeugen.

Was verdienen Fluggerätmechaniker?

Das Gehalt von Fluggerätmechanikern unterscheidet sich je nach Betriebsgröße, Weiterbildungen, oder Tarifbindung.

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