Das Beste aus zwei Welten: Mechatroniker (m/w/d)

Was wäre die Welt ohne Industriemaschinen? Für so ziemlich jede Branche gibt es eigene Systeme, die speziell auf Produktion und Produkt angepasst sind und im besten Fall rund um die Uhr funktionieren, um keine Verdienstausfälle und Strafzahlungen an wartende Kunden zu riskieren.

Als Mechatroniker sind Sie Mann oder Frau für alle Fälle und sorgen bei Problemen jeder Art dafür, dass alles im Nu wieder läuft wie geschmiert. Sie verbinden das Know-How zur Elektronik mit Materialkenntnis und dem Geschick, auch mal millimetergenaue Bauteile selbst herzustellen. Der moderne MacGyver quasi...

Was muss ein/e Mechatroniker/in können?

Wie die Berufsbezeichnung schon sagt, vereint der Mechatroniker Wissen über Mechanik und Elektronik und trumpft nicht nur mit viel theoretischem Wissen über Metall, Stromkreise und Schaltungen, sondern vor allem auch mit praktischem Geschick. Ein Bauteil, bei dem es auf den hundertstel Millimeter ankommt, muss hergestellt werden, die Maschine vor seinem Einbau nochmal gewartet und am besten gleich umgebaut. Um vor diesen Herausforderungen nicht zurückzuschrecken, ist breites Wissen genauso gefragt wie Geschick und Vertrauen in Ihre Fähigkeiten.

Denn auch wenn Sie im Team arbeiten, sind Sie als vollausgebildeter Mechatroniker von Zeit zu Zeit auf sich allein gestellt, müssen auch in stressigen Situationen – ob Tag oder Nacht – schnell und zuverlässig reagieren, wenn Sie für Ihren Arbeitgeber oder dessen Kunden an Maschinen oder Steuerungsanlagen arbeiten. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, ist genaues und sorgfältiges Arbeiten genauso wichtig wie die ständige Beachtung von Sicherheitsrichtlinien – auch zu Ihrem eigenen Schutz.

Eine besondere Spezialisierung, bereits durch seine Ausbildung, erhält der Kfz-Mechantroniker, der seine Tätigkeit in der Regel im Automobilbau bzw. in Fachwerkstätten ausübt. Ein Wechsel zwischen den beiden Berufen ist ohne weiteres selten möglich.

Ihre Aufgabenbereiche als Mechatroniker:

  • Warten, führen, reparieren und umbauen von Anlagen und Maschinen
  • Vormontage von Bauteilen oder Bauteilgruppen
  • Präzises arbeiten und genaue Bestimmung von Messwerten etwa beim Programmieren von Maschinen
  • Aufbau, Einstellung, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Maschinen (z.B. beim Kunden)

Zu den wichtigsten Anforderungen zählt deswegen auch, dass Sie gerne konzentriert arbeiten und die Vielseitigkeit lieben, die Ihr Job mit sich bringt. Die Arbeit an einem Motor mit unzähligen Teilen darf Sie genauso wenig aus der Ruhe bringen, wie der Aufbau eines komplexen Schaltkreises mit vielen Komponenten. Je nach Spezialisierung Ihres Betriebs haben Sie schwerpunktmäßig eher mit dem einen oder dem anderen zu tun.

Die Rolle im Betrieb

Als Mechatroniker sind Sie Experte und „Allzweckwaffe“ zugleich: Sie kennen sich mit den Maschinenteilen, Steuerungsanlagen und Systemen, die alle Komponenten zusammen genommen bilden, 1a aus. Darum können Sie mit Ihrem Fachwissen vieles selbst erledigen, ohne dass Ihnen ein weiterer Kollege mit anderen Spezialisierungen an die Seite gestellt werden muss. 

Das bedeutet aber, dass auf den Schultern der Mechatroniker im Betrieb eine ganze Menge Vertrauen ruht. Sie sind dafür zuständig, wenn es darum geht, neue Maschinen aufzubauen, auch mal Maschinen, die bei Ihrem Arbeitgeber gebaut werden, beim Kunden in Betrieb zu nehmen und vor Ort dafür zu sorgen, dass alle Einstellungen stimmen und die Produktion starten kann.

Alltag als Mechatroniker

Je nach Einsatzbereich und Arbeitgeber setzen die Chefs bei Mechatronikern auf die Talente als Allrounder oder geben ihren Mitarbeitern die Herausforderung sich zu spezialisieren und zum Experten für einen bestimmten Kernbereich Ihrer Kompetenzen zu werden. Welcher der beiden Wege Ihnen am meisten liegt, hängt oft auch mit Ihren eigenen Interessen zusammen. 

So gibt es Kollegen, die am liebsten an Werkbänken arbeiten, Vielseitigkeit beim Schweißen, Drehen, Fräsen und Löten zeigen und beim Abmessen und Verkabeln Fingerspitzengefühl beweisen. Andere Arbeiten im Außendienst viel mit Kunden zusammen, helfen in Anlagen vor Ort beim Aufbau komplexer Anlagen und sind als technischer Ansprechpartner ein wichtiger Botschafter ihrer Firma. Dazwischen ist in Ihrem Beruf so einiges möglich. 

Generell arbeitet der Mechatroniker mal in größeren, mal in kleineren Teams in den Werkstätten von Industrieunternehmen, vom Großkonzern bis zum Mittelständler. Auf Schichtarbeit jedoch sollten Sie sich in so gut wie allen Fällen einstellen, denn ohne das Können der Mechatroniker ginge in der Industrie rein gar nichts.

Arbeitgeber, Weiterbildung und Auslandseinsätze

So unterschiedlich sie im ersten Moment klingen mögen, die Maschinenfabriken, Medizin- und Lebensmittelhersteller, Kfz- und Möbelfabrikanten und die Spezialmotorenwerke: Auf Mechatroniker kann am Ende keiner von Ihnen verzichten. Ob es schließlich darum geht, am eigenen Standort die Fertigungssysteme zu betreuen oder Endprodukte beim Kunden in Betrieb zu nehmen, das Know-how, das der Kombinationsberuf aus Mechanik und Elektronik mitbringt, ist äußerst gefragt und sorgt für einige Aufstiegschancen.

Weiterbildungsmöglichkeiten als Mechatroniker/in

  • Weiterbildung zum Industriemeister oder Mechatronik-Techniker
  • Studium zum Ingenieur für Elektro und Informationstechnik
  • Bachelor und Master of Engineering

Der Abschluss als Meister oder Techniker qualifizieren Mechatroniker/innen auch ohne Abitur zum Studium an einer (technischen) Hochschule oder Fachhochschule. 

Ihre möglichen Einsatzbereiche liegen in Industrieunternehmen jeder Größe und Ausrichtung. Das Positive an Ihrer breit gefächerten Ausbildung ist, dass Sie je nach Interessen auch sehr spezialisiert, etwa vor allem im Bereich der Elektronik oder Mechanik arbeiten können. 

Mit den nötigen Fremdsprachenkenntnissen und dem gewissen Funken Abenteuerlust steht Ihnen bei vielen Arbeitgebern auch der Weg ins Ausland offen.

Tipps für Ihre Bewerbung

Als Mechatroniker vereinen Sie handwerkliches Geschick mit einem breiten technischen Wissen – das setzt die abgeschlossene Prüfung voraus. Doch was hebt Sie ab aus der Menge? Begeistert Sie die Vielseitigkeit Ihres Berufs oder die Branche, in der Sie gerade auf Jobsuche sind. Zeigen Sie Ihrem zukünftigen Chef Ihre Begeisterung, erzählen Sie ihm was Sie jeden Tag zu Höchstleistungen anspornt. Dann ist der neue Job in greifbarer Nähe!

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