Nachmittagstief vermeiden
Nachmittagstief

Nachmittagstief überwinden – Schluss mit der Müdigkeit nach der Mittagspause

Vermutlich kennen Sie das: Nach einem produktiven Vormittag im Büro schleppt sich der Nachmittag dahin. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder vielleicht sogar Kopfschmerzen sorgen dafür, dass die zweite Hälfte des Arbeitstages alles andere als Spaß macht. Wir verraten Ihnen die häufigsten Ursachen für so ein Nachmittagstief und wie Sie es vermeiden oder auch überwinden können.

Ursachen für das gefürchtete Nachmittagstief

Wenn Sie am letzten Abend spät ins Bett kamen und morgens dann schon wieder zeitig wach sind, ist ein Zusammenhang mit Ihrer Müdigkeit klar zu erkennen. So eindeutig ist es aber leider nicht immer. Stattdessen gibt es eine ganze Reihe möglicher Ursachen. Die häufigsten sind:

  • Wassermangel
  • Stress
  • Bewegungsmangel
  • falsche Ernährung
  • „verbrauchte“ Luft

Ganz wichtig: Wenn Müdigkeit und Erschöpfung bei Ihnen zum Dauerzustand werden, sprechen Sie sicherheitshalber mit Ihrem Arzt. Neben den genannten Ursachen, die Sie, wie wir gleich zeigen werden, oft selbst beeinflussen können, besteht bei chronischen Symptomen auch die Möglichkeit, dass unterschiedlichste Erkrankungen dahinterstecken.

Maßnahmen und Taktiken, um das Nachmittagstief zu vermeiden

Da wir nun die Ursachen hinter dem Tief kennen, wissen wir auch, wo wir ansetzen müssen, um etwas dagegen zu tun.

  1. Ausreichend trinken – Was so banal klingt, fällt vielen Menschen wirklich schwer. Die TK spricht von rund 35 Milliliter Flüssigkeitsbedarf pro Kilogramm Körpergewicht. Nach dem Wasser, das Sie über die Nahrung aufnehmen, bleiben noch rund ein bis anderthalb Liter zum Trinken übrig. Sie müssen sich aber nicht auf Wasser beschränken. Kaffee in Maßen (zwei bis drei Tassen pro Tag), mal ein Glas Saft oder ungesüßter Tee bieten allen, denen Wasser zu langweilig ist, etwas Abwechslung.
  2. Auf ungesundes Essen verzichten – Fettige Nahrungsmittel belasten ihren Körper mindestens auf lange Sicht, oftmals aber schon direkt, da die Verdauung den Körper Energie kostet. Auch der kurzzeitige Zuckerschub von Schokoriegeln und Co. hält nicht lange vor. Wie die richtige Ernährung im Büro stattdessen aussehen sollte, haben wir eine Ernährungsexpertin gefragt.
  3. Ausreichend bewegen – Dass regelmäßige Bewegung gut für Sie ist, ist kein Geheimnis. Wenn Sie es daher zwei bis drei Mal die Woche schaffen, etwas Sport zu treiben, wird Ihr Körper es Ihnen langfristig danken. Wenn Sie besonders motiviert sind und die Möglichkeit haben, können Sie natürlich auch während der Mittagspause immer mal 30 Minuten im Fitnessstudio einlegen. Für die meisten Menschen ist ein kleiner Spaziergang um den Block jedoch realistischer. Selbst eine Runde am Kicker kann aber schon helfen, um einfach mal ein paar andere Bewegungen zu absolvieren und den sonst belasteten Partien Ihres Körpers eine kleine Auszeit zu gönnen.
  4. Stress vermeiden – Abgabetermine, Zielvorgaben und dazwischen klingelt permanent das Telefon. Stress im Job wird Ihnen nicht unbekannt sein. In vielen Fällen hilft bei der Vorbeugung aber auch eine gute Selbstorganisation. Planen Sie wenn möglich vorab, was am jeweiligen Tag zu erledigen ist und lassen Sie dabei etwas Luft für alles Unerwartete.
  5. Regelmäßig lüften – Ob Sie nun alleine in einem relativ kleinen Büro sitzen oder mit mehreren Kollegen mit etwas mehr Platz Ihren Tag verbringen: Nach einer gewissen Zeit nimmt der Sauerstoffgehalt in der Luft ab. Regelmäßiges Stoßlüften (Fenster für ein paar Minuten komplett öffnen) schafft in einem solchen Fall einfache Abhilfe bzw. beugt diesem Zustand vor.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Ursache(n) ganz konkret bei Ihnen für die nachmittägliche Müdigkeit verantwortlich sind, schadet es auch nicht, alle diese Ratschläge zu beherzigen. Sie tragen allesamt zu Ihrem Wohlbefinden bei.

Soforthilfe, um ein Nachmittagstief zu überwinden

 

Wenn Sie merken, dass die Müdigkeit sich bei Ihnen breitmacht oder Kopfschmerzen einsetzen, lässt sich zumindest manchmal doch noch etwas retten.

  1. Flüssigkeitshaushalt in Ordnung bringen – Wenn Sie heute noch nicht allzu viel getrunken haben, holen Sie es nach. Greifen Sie dabei lieber zu einem Glas Wasser anstatt zum Kaffee.
  2. Obst statt Süßigkeiten – Wenn Sie jetzt noch Hunger bekommen, ersetzen Sie das Stück Kuchen lieber durch etwas frisches Obst.
  3. Kreislauf ankurbeln – Besonders dann, wenn Sie den ganzen Tag im Büro sitzen, kann selbst ein bisschen Bewegung wahre Wunder bewirken. Wenn es das Wetter zulässt und es sich zeitlich irgendwie einrichten lässt, gehen Sie am besten für 10 bis 15 Minuten vor die Tür und drehen Sie eine kleine Runde um den Block.
  4. Stress abbauen – Sie sollten dafür sorgen, dass Ihr Kopf regelmäßig Pausen bekommt. Manchen gelingt das mit Meditationsübungen, andere setzen auf mittägliches Zeitungslesen und manchmal hilft es auch, einfach fünf Minuten bei einem Kaffee mit den Kollegen über das Wochenende zu plaudern.
  5. Schlafen – Es ist so naheliegend, aber in deutschen Büros leider nach wie vor kaum realisierbar: Ein 30-minütiger Mittagsschlaf gibt dem Körper neue Kraft für den restlichen Tag. Wenn Sie im Home-Office arbeiten, lässt sich die Mittagspause wunderbar dafür nutzen.
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